Stadtwappen

 

Wipperfürth ...

... älteste Stadt im Bergischen Land

Geschichte
Anfangs war, wie die wechselvolle Geschichte der Stadt berichtet, eine Furt über die Wupper (Wepervorthe) im Verlauf einer alten Heerstraße ins Westfälische der günstige Ansatzpunkt, an dem sich ein Handels- und Umschlagplatz entwickeln konnte. Weil die Wupper aber auch eine billige Energiequelle darstellte, folgte dem Handel schon bald die eigene Herstellung von Tuchen und Metallwaren. Wipperfürther Tuche waren in dieser Zeit weit bekannt. Bedeutung und Wohlstand fanden ihren Ausdruck in der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1217 - womit Wipperfürth die älteste Stadt im Bergischen Land überhaupt ist - sowie in der Mitgliedschaft Wipperfürths in der Hanse seit dem 14. Jahrhundert. Steinerne Zeugen aus dieser Zeit, wie die Pfarrkirche, der Marktbrunnen und Reste der alten Stadtmauer, sind noch heute Beweise der damaligen Bedeutung.

Die Stadtgeschichte berichtet im Lauf der folgenden Jahrhunderte von schweren Bränden, Plünderungen und Repressalien infolge kriegerischer Ereignisse. Es wird deutlich, welche Zähigkeit und welches Standvermögen erforderlich waren, um immer wieder aufzubauen und eine stetige Aufwärtsentwicklung bis zum heutigen Tag zu sichern. Dabei war sicher von Vorteil, dass sich der Stadtkern als inwendige Gemeinde auf ein weites ländliches Umland abstützen konnte, deren schon immer leistungsfähige, auf Veredlung orientierte Landwirtschaft die Versorgung sicherstellte und in den nachgeborenen Söhnen und Töchtern neue Bürger heranwachsen ließ, die zur Arbeit in die Stadt drängten.

Die wirtschaftliche Leistung zeigte folgerichtig auch politische Wirkung, die unter anderem daraus erkennbar wird, dass Wipperfürth von 1815 bis 1932 Kreisstadt war.

Wirtschaft
Die Landwirtschaft behielt bis ins 19. Jahrhundert hinein Bedeutung. Wipperfürth war ein alter Marktort und ist bis heute ein bedeutender Handelsplatz geblieben. Bereits 1267 wird ein Kaufhaus erwähnt: domus, in qua panni, pisces et aliae res venduntur. Ob diese Tuche schon einheimischer Produktion entstammten, ist ungewiss. Im 14. Jahrhundert entstanden dann bedeutsame Webereien (1462: Zunftordnung für die Weber). Um 1650 sollen etwa 150 Weber aus Stadt und Kirchspiel im Wollenamt vereinigt gewesen sein. Das Tuchgewerbe zeigt im 17. Jahrhundert industrielle Züge: Weber steigen zu Tuchfabriken auf. 1696 bezieht die sächsische Ordensprovinz der Franziskaner ihre Tuche vom Wipperfürther Tuchfabrikanten Brinchs, 1749 vom Lakenfabrikant W. Peppinghaus. Außer der Weberzunft sind noch die Zünfte der Schmiede, das Ledergewerbe (Schuster, Löher und Gerber) sowie Bäcker und vielleicht auch Metzger zu nennen. Erwähnt werden ferner Vertreter folgender Gewerbe: der Schneider (Spezialität im 17. Jahrhundert "Kariken", Mäntel mit Überkragen, die bis weithin ins Münsterland vertrieben wurden), Glockengießer (Glockengießerfamilie Helling verlegte kurz nach 1600 ihren Wohnsitz von Aachen nach Wipperfürth, zwei weitere Generationen der Familie betrieben in Wipperfürth den Glockenguss), Hutmacher im 18. Jahrhundert erwähnt. Über Lübeck entwickelte sich ein lebhafter Handel in Filzhüten mit den Nordstaaten. Gerbereien wurden seit Mitte des 14. Jahrhunderts immer betrieben. Wipperfürther treiben im 14. Und 15. Jahrhundert Handel an der Ostseeküste (Reval, Dorpat, Stockholm) sowie mit Russland und England. Nach dem Niedergang des Handels um 1700 erfolgte eine deutliche Wiederbelebung durch den Übergang zum Fabrikbetrieb in den Walkmühlen an der Wupper um 1820. Im 19. Jahrhundert wurden Spinnereien und Reißereien angegliedert.

Auch das 1563 erwähnte Metallgewerbe gründete sich auf die Wasserkraft der Wupper (Hammerwerke), dergleichen wurde eine Knochenstampfmühle Anlass zum Aufbau der chemischen Industrie. Hut-, Tuch- und Zeugfabriken gab es seit 1830. Um 1845 entstanden auch Lohgerbereien, Eisenfabriken, Kupferbergwerk, Schmelzhütte, ferner 4 Mühlen und 4 Jahrmärkte. Die Industrie war anfangs durch den Zunftzwang, später durch schlechte Verkehrsverhältnisse gehemmt. Nicht infolge der Bahndurchführung bis Wipperfürth, sondern erst nach der Weiterführung der Bahn 1902 (bzw. 1910) gab es neuen Auftrieb: die vorhandenen Fabriken expandierten, und neue Betriebe etablierten sich. Die 1904 gegründete Glühlampenfabrik Radium wurde zum größten Werk in der Stadt. Daneben findet man heute mittelständische Betriebe für Elektrogeräte und Kunststoff-Elektroartikel, Isolier- und Packstoffe. Auch die Textilindustrie ist mit mehreren mittelgroßen Betrieben für Wollgarne, Filze und Herrenbekleidung vertreten.

Verkehrswege
Wipperfürth war im mittelalterlichen Verkehrsnetz eine wichtige Kreuzung einer Straße von Köln nach Westfalen mit der Solingen-Siegerländer Eisenstraße. Für beide Wege war in Wipperfürth der Wupperübergang. Die 1777 erbaute Chaussee Wuppertal-Hückeswagen wurde 1844 verlängert über Wipperfürth-Dohrgaul-Gummersbach. Die heutigen Bundesstraßen B506 und B237 verbinden Wipperfürth mit wichtigen Städten Nordrhein-Westfalens. Wipperfürth ist in reizvoller Landschaft zentral gelegen, nicht weit von wichtigen Autobahnverbindungen (A1: Köln-Dortmund, A4: Köln-Olpe, A45: Dortmund-Frankfurt). Auch für internationale Besucher ist Wipperfürth über die Flughäfen Düsseldorf und Köln gut und schnell erreichbar.

Das heutige Wipperfürth
Wipperfürth ist eine Stadt mit rund 23.000 Einwohnern. Der Ort erfüllt Aufgaben, die weit über die Grenzen der Stadt hinausgehen. Mit der Vergrößerung durch die kommunale Neugliederung zum 01.01.1975 und der Erhebung zur mittleren kreisangehörigen Stadt zum 01.01.1991 ist ihre Bedeutung für ein weites Umland gewachsen. Nach der Landesplanung ist die Stadt heute ein Mittelzentrum im Mittelbereich mit einem Einzugsbereich von rund 50.000 Personen (Lage des Rheinisch-Bergischen Kreis und des Oberbergischen Kreis).

Wipperfürth hat eine gesunde Wirtschaftsstruktur mit vornehmlich mittelständischen Industrie- und Handwerksbetrieben sowie einer leistungsfähigen Landwirtschaft. Größter Arbeitgeber am Ort ist die Armaturenfabrik Hermann Voss, gefolgt von der Lampenfabrik Radium. Moderne Technologien werden von zahlreichen expandierenden Unternehmen in neuen Gewerbe- und Industriegebieten angeboten.

Hinzu kommt der an Bedeutung wachsende Dienstleistungssektor, der in den beiden letzten Jahrzehnten besonders stark angewachsen ist. Hierbei hat der Handel das Hauptgewicht. Das Stadtzentrum mit den beiden großen Bereichen Altstadtkern und Sanierungsgebiet West mit dem Einkaufszentrum werden noch weiter zusammenwachsen.

In den von alten Bürger- und Kaufmannshäusern geprägten Häuserzeilen, die ab dem Obergeschoss zumeist geschiefert sind, findet man ein großes Angebot an Waren des kurzfristigen Bedarfs wie z.B. Lebensmittel, aber auch eine große Palette von Fachgeschäften des mittel- und langfristigen Bedarfs, wie Bekleidungs-, Schmuck-, Elektronik-, Möbelgeschäfte.

Laden Sie sich hier die offizielle Imagebroschüre der Stadt Wipperfürth herunter (ca. 1 MB).

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